Sonntag, 16. Juli 2017

Kölner Zoolauf 2017 (10 km, ungefähr)

Der Kölner Zoolauf in 5. Auflage - endlich Zeit, ihn auch einmal zu probieren. Allerdings sollte der Spaß im Vordergrund stehen, weswegen wir uns nicht für den Top-Lauf, sondern für die Fun-Variante entschieden hatten. Bei dieser kann man nach jeder der 1,6-km-Runden entscheiden, ob man noch eine dranhängt oder den Zielschwung ansetzt.
Die meisten der Teilnehmer waren ebenfalls mit lockerer Intention unterwegs, so waren wir nicht ganz allein...









Zudem hatten wir lieben Besuch dabei. Doris war extra aus der Nähe von Salzburg rein ins Rheinland gekommen, um ebenfalls (unter anderem) diesen Lauf mitzumachen.
Und so reihten wir uns ein bei den anderen knapp 1.500 Fun-Runnern, die gleich darauf den Besuchereingang stürmten.
Ohne eine Eintrittskarte zu lösen, die trug jede/r schon am Körper.







Ist das nicht mal eine süüüüße Startnummer?!
Ja klar, da erfüllt man gern das Motto des Laufs "Mer renne för de Dierche" (Wir laufen für die Tierchen).
Und damit selbige nicht allzusehr gestört werden, muss das Publikum leider draußen bleiben. Nur am Anfang gibt es etwas kölsche Tön (Musik des Kölnischen regionalen Brauchtums), dann laufen wir durch ein ruhiges, wenngleich durch diverse exotische Laute beschalltes Zoogelände.
Zunächst kommen die Trampeltiere, also ich meine die im Gehege. Leider zeigt sich mir während der 6 Runden keines, und auch das Kamel erwische ich nur ein mal kurz gegen Ende meines Laufs.
Die Erdmännchen haben sich komplett in ihre Gänge verzogen, aber die Flamingos grüßen mit ihrem farbintensiven Federkleid. Sie halten sogar still, doch leider sind die Bilder zu verwackelt geworden.

Dafür erfreuen uns auf der ersten Runde aber die Jungs und Mädels mit den knallroten Hinterteilen. Am Anfang noch die ganze Horde, aber von Runde zu Runde finden sie ihre entfernten Verwandten weniger interessant.
Doris und ich (Chris ist wie üblich über alle Berge und wir erwarten, von ihm überrundet zu werden) haben genug Zeit zum Schauen, da doch die Zoowege nicht unbedingt auf größere Läuferfelder ausgelegt sind und wir öfter eingebremst werden. Ab Runde zwei wird es später erträglicher werden.
Plötzlich gehts bergauf, hui, eine Bergpassage hinter dem Elefantenhaus! Nun ja, allzu hoch ist es nicht, aber immerhin kann man danach einmal kurz rollen lassen, sollte aber nicht den Blick nach links verpassen, wo ein Elefant seinerseits uns nicht verpassen will.






















Ich versuche, trotz der einsetzenden Dämmerung hier und da Fotos zu machen. Doris kann ich nicht verlieren, schließlich haben wir uns originellerweise in die roten Veranstaltungsshirts geworfen 😉.

Hier passieren wir gerade das Robbenbecken. Leider sind die Burschen immer gerade unter Wasser, und kaum lasse ich die Kamera sinken oder habe sie noch nicht startklar, legen sie fotogene Luftsprünge hin.


Vorbei an der Vogelabteilung mit vielen interessanten akkustischen Kommentaren, dem leeren Giraffenareal und einem müden Bison (wo ist kommt eigentlich immer die besondere Duftnote an dieser Stelle her?) gelangen wir zum heute lebhaftesten Gehege:




Dort wird eine Horde der Gattung "Zuschauer" gehalten und uns Läufern (sowie wir ihnen) präsentiert. Ein paar Exemplare machen sich sogar nützlich, verteilen Wasser und einer erzählt etwas über Mikro.

Ein Stück weiter ist das Pendant (sorry für die Verwacklung), hier werden die heranwachsenden Zuschauer gehalten...

Und schon haben wir die erste Runde absolviert. Nun wissen wir, wo welche Gehege liegen und wo es jeweils etwas zu sehen gibt.








Doch das meiste passiert dann doch auf der Strecke. So erwische ich dann wenigstens einen zweibeinigen Tiger.

Wir sind uns einig, dieser Lauf ist eben etwas anders.








Selten sieht man bei Veranstaltungen Läufer so verweilen, um in aller Ruhe Fotos zu machen.








Gern verlässt man auch die Strecke für seine Lieblingsmotive.

Doris und ich halten uns ran - und wollen natürlich die Überrundung durch meinen eidgenössischen Ehemann abwenden, was uns schlussendlich auch gelingt.
Aus dem engen Slalom um die Mitläufer herum am Anfang wurde inzwischen längst ein Riesentorlauf, nur noch hier und da müssen wir unsere Ideallinie verlassen. Kein Wunder, einerseits zieht sich das Feld auseinander, andererseits nutzen Teilnehmer die Möglichkeit, ohne Gedränge an den Gittern und Zäunen ungehinderte Blicke auf die Tiere zu werfen. Ja es gibt sogar Teilnehmer, die nach einer Runde und weit mehr als einer Stunde dafür ins Ziel kommen. Warum nicht? Wer schnell sein will, war eh' beim Toplauf dabei.
Doris entscheidet sich nach 4 Runden, die fünfte als Auslaufrunde zu nutzen. Ich steigere mein Tempo ein wenig und möchte nun doch noch den Kalorienverbrauch etwas forcieren. Kann dann doch nicht widerstehen, dieses schöne Motiv, passend zur Startnummer und zum Shirt, einzufangen. Verpasse dafür leider das Nilpferd. Das Hinterteil des Zebras hingegen war dann doch nicht fotogen genug.



















Mit kölscher Schnapszahl 1:00:01 auf meiner Uhr beende ich meinen Lauf und treffe Doris und Chris hinter dem Ziel, wo sie sich schon am Getränk laben.
Herrlich, hat Spaß gemacht, gerne wieder!

Noch mehr Spaß haben wir später, als wir unsere Resultate abrufen können.
Hey, Doris ist 1. ihrer AK bei den 5-Runden-Läufern!
Hey, Chris ist 1. seiner AK über 10 km!
Hey, ... genau, ich auch in meiner!
Da sitzen doch 3 zufriedene Sieger auf dem Sofa nebeneinander!
Und so locker munter haben wir das vollbracht!
Wenn das mal immer so liefe...

Kommentare:

  1. Liebe Elke,
    ach so schön, zum Abschluß des Wochenendes gleich noch mal die Bilder vom Zoo zu sehen! Es war ein wirklich lustiger und besonderer Lauf. Und Publikum hatten wir ja genug - nur zu sehen war es oft schwierig! :)
    Die Überrundung konntest allerdings nur du verhindern, mich hat dein eE. noch ein kleines Stück vor dem Ziel erwischt! ;)
    Die Fotos sind schon sortiert - mein Bericht folgt morgen. :D

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    1. Liebe Doris,
      ach das war doch sicher eine Verwechslung von Chris mit der Überrundung, er meinte wohl jemand anderes im roten Shirt ;-)!
      Bin schon gespannt auf Deinen Bericht!
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Gerade das Hinterteil des Zebras fehlt doch. Erkennt man daran doch um welches Zebra es sich handelt. Naja, zumindest die Zebras untereinander erkennen sich so wieder :D
    Toller, entspannter Lauf in wirklich schöner Umgebung

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    1. Lieber Markus,
      nee echt, mit dem Hinterteil? Dann wollte sich das Zebra uns sogar vorstellen?? Hätte ich das vorher gewusst!
      Ja, der Lauf ist schön, besonders auch für Familien.
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Liebe Elke,

    dass nenne ich mal wieder einen besonderen Lauf, dazu noch in ganz besonderer Begleitung. Das sich die meisten Tiere vor der schreiend bunt gewandeten Menschengattung verkrümelt hat, wundert mich nicht sonderlich.

    Glückwunsch an die ganze Siegertruppe!

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Moin Volker,
      ich habe hier nur den witzigen Lauf beschrieben, ansonsten gabs am Wochenende noch andere schöne gemeinsame Erlebnisse. Wobei sich die Tierchen sicherlich nicht wegen uns hätten verkrümeln müssen.
      Und das noch vom Triple gekrönt, hihihi!
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Großen Glückwunsch euch Dreien zum Triple-AK-Sieg!
    Mit den eingesperrten Tieren ist das so eine Sache. Aber es gibt ja sogar Marathons im Gefängnis.

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    1. Danke. Ja, das eingeschränkte Dasein der Tiere im Zoo wurde mir beim Lauf auch bewusst. Andererseits, so kann man zumindest doch auch Kindern den Zugang zum thema öffnen und manche Arten auch nur noch erhalten. Wohingegen die Knackis ihr Schicksal ja selber in der Hand haben.
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Liebe Elke,
    das ist ne echt lustige (Start)Nummer :-)))
    Ich bin ja nicht so der Zoofan, ich sehe die Tiere lieber in der freien Natur, aber wenn ich das richtig verstehe, kommt der Erlös ja den Tieren zu gute.
    Naja, und das mit dem Dreifach - AK Sieg : da habt ihr hoffentlich ordentlich gefeiert danach :-)
    Glückwunsch
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      ich sehe das mit den eingesperrten Tieren wie Du, in freie Wildbahn würden sie gehören. Es gibt einen Beigeschmack. Aber nur so kann man Kindern Tiere näher bringen und manche Arten werden wohl leider nur so überleben.
      Unser Triple-Erfolg, ja darauf haben wir am nächsten Tag einige Kölsch gekippt ;-)
      Danke und liebe Grüße
      Elke

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